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ALK stimmt städtischem Haushalt 2011 zu Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK) wird dem städtischen Haushalt für das Jahr 2011 zustimmen. Das kündigte der ALK-Finanzexperte Berthold Malter nach den beiden bisherigen Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses an, in denen der Haushalt beraten wurde. Malter dankte insbesondere Kämmereileiterin Bettina Brüske und Simone Becker für die erneut verbesserte Aufbereitung und Übersichtlichkeit des Haushaltsplans. Für die städtischen Gremien sei die Beratung dieses dritten Haushalts nach der neuen Systematik Doppik durch zusätzliche Erläuterungen und die verbesserte Gestaltung sehr unterstützt worden. Brüske und Becker seien auch hervorragend vorbereitet gewesen und hätten bei den Beratungen im Ausschuss zusätzliche Fragen schnell und kompetent beantworten können. Gemeindesteuern und Gebühren werden nicht erhöht Wichtig für die Zustimmung der unabhängigen Wählergemeinschaft sei, dass nicht zu Lasten der Bürger an der Gebührenschraube gedreht werde. Grund- und Gewerbesteuer blieben auf dem bisherigen Niveau, auch die Gebühren für die Kindergärten sollten entgegen früheren fehlgeschlagenen Versuchen dieses Mal konstant bleiben, unterstrich Malter. Ohnehin wolle die ALK die Gebühren für die Kindertagesstätten in den kommenden Jahren vermindern, wie dies auch in anderen Städten der Fall sei, die dadurch junge Familien unterstützen, betonte die ALK-Stadtverordnete Nadja Majchrzak. Zwar habe die leere Stadtkasse bislang Schritte in diese von der ALK gewünschte Richtung nicht zugelassen, doch dürfe es keinesfalls eine Entwicklung in die entgegen gesetzte Richtung geben. 700.000 € Planungskosten für B 8 fehlen Deutlicher Wermutstropfen sei allerdings, dass im Haushalt die Einnahme von knapp 700.000 Euro fehle, die das Land Hessen eigentlich der Stadt Königstein für die gezahlten Planungskosten für die B 8 ersetzen müsse, sagte Malter. Anfang der neunziger Jahre hatten das Land und die Städte Königstein und Kelkheim vereinbart, dass die Straßenplanung durch die Städte übernommen und die entstandenen Planungskosten nach dem Bau der Straße durch das Land zurückerstattet werden sollten. Nun habe aber der Planungsverband auf Vorschlag der Landesbehörde Regierungspräsidium Darmstadt das Aus für die autobahnähnliche Straße in der Nähe Königsteins beschlossen. Es sei jetzt offensichtlich eine Frage für die Spitzfindigkeit von Juristen, ob die Vertragsformulierung Rückerstattung „nach Bau“ nicht auch eine Kostenerstattung für den Fall beinhalte, dass der Straßenbau durch Beschlüsse und Empfehlungen von Behörden des Landes (Regierungspräsidium) unmöglich wurde, erklärte die ALK-Fraktionsvorsitzende Dr. Hedwig Schlachter. Die ALK begrüße zwar aus ökologischen Gründen das Aus für die neue B 8, dennoch sei es sehr ärgerlich, dass eine arme Stadt wie Königstein durch Beschlüsse der seinerzeitigen Königsteiner CDU/FDP-Mehrheit möglicherweise knapp 700.000 Euro in den Sand gesetzt habe, kritisierte sie. Mit einem Antrag will die ALK versuchen, diese Position in den Haushalt aufzunehmen, damit der Magistrat beauftragt wird, die Eintreibung des Geldes oder zumindest eines nennenswerten Teilbetrages weiter zu versuchen, notfalls auch mit juristischen Mitteln. Signale von anderen Fraktionen deuteten darauf hin, dass die Chancen für diesen ALK-Antrag günstig stehen. Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Falkenstein Dickster Brocken im Haushaltsplan 2011 mit über einer Million Euro ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Falkenstein. Hier akzeptiere die unabhängige Wählergemeinschaft das auch von den ALK-Vertretern Erwin Hasselbach und Robert Glässer mitgetragene Votum des Ortsbeirats, das neue Feuerwehrgerätehaus am bisherigen Standort zu bauen und nicht auf das Gelände am Bürgerhaus zu verlegen. Sperrvermerke für fünf städtische Bauprojekte In ihren Anträgen zum Haushalt schlägt die ALK zudem Sperrvermerke für fünf städtische Bauprojekte vor. Die Wählergemeinschaft teile nämlich nicht die Meinung des Magistrats, dass Planungen für größere Projekte nicht mehr dem Stadtparlament vorgelegt werden müssten, wenn die dafür erforderlichen Finanzmittel bereits im Haushalt verankert seien. Deshalb solle das Stadtparlament erneut beteiligt werden, wenn für den Ausbau und die Neugestaltung von Straßen und Plätzen die konkreten Planungen vorlägen, forderte die ALK-Fraktionsvorsitzende Schlachter. So könne beispielsweise verhindert werden, dass beim Ausbau einer Straße der vorhandene Baumbestand fast komplett verschwinde, ohne dass dies vorher ein Parlamentarier geahnt habe, erklärte sie. Ärger habe es auch im Zusammenhang mit dem Ausbau des Rombergweges und der Straße Alt-Falkenstein“ gegeben. Sperrvermerke plane die ALK für den Ausbau von Georg-Pingler-Straße, vorderer Hauptstraße, Stresemannstraße und des Parkplatzes Milchhof. Auch für die Umgestaltung der Kirchstraße sei eine konzeptionelle Mitwirkung der Stadtverordnetenversammlung sinnvoll, meinte Schlachter. Ein weiterer Sperrvermerk solle für die 150.000 Euro teure Toilettenanlage am Stadtplatz angebracht werden, damit vor einer endgültigen Entscheidung das Parlament noch einmal gehört werde. ALK Anträge für ökologische Maßnahmen, Vekehrssicherheit und Jugendhaus Außerdem beantragt die ALK, die Aufwendungen für Repräsentation um 12.000 Euro zu kürzen. Dafür will die unabhängige Wählergemeinschaft 10.000 Euro für ökologische Maßnahmen locker machen. So sollen neue Bäume gepflanzt werden, wenn in städtischen Parks kranke Bäume gefällt werden mussten. Weitere 35.000 Euro will die ALK für den Kauf einer sechsten Geschwindigkeitsüberwachungssäule in den Haushalt einstellen. Diese solle auch die Verkehrssicherheit auf dem Schulweg zu den Schulen zwischen Königstein und Falkenstein erhöhen. Für das Jugendhaus will die ALK einen zusätzlichen Betrag von 2.700 Euro einstellen, damit dort künftig die Bundesliga übertragen werden kann. Laut Vorschlag der ALK soll während der Übertragung die Aufsicht von Ehrenamtlichen übernommen werden, erklärte der ALK-Stadtverordnete Roland Klinke, der sich ebenfalls zur Übernahme dieser Tätigkeit bereit erklärt hat. (8.12.2010)
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