Wenige Tage vor dem Fällen zahlreicher Bäume wurde der Förderantrag
gravierend geändert. Alles unter Ausschluss der
Öffentlichkeit und noch vor der Kommunalwahl am 15. März 2026. In regelmäßigen Abständen sollte laut Beschluss der Stadtverordneten
mit Berichten über den Fortgang der Maßnahmen informiert werden. Weit gefehlt, ohne das Informationsfreiheitsgesetz gäbe es keine Kenntnis
über diese unglaubliche Änderung der Planung.
Die zuvor beliebte Konrad-Adenauer-Anlage wird zum Objekt intransparenter Planung
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„lediglich noch die Maßnahmen des Brauchwassermanagements"
Mit dem Zuwendungsbescheid des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Berlin (BBSR) vom 11. Mai 2026 hat sich
die Planung der Umgestaltung der Stadtmitte vom ehemaligen Planungsziel meilenweit entfernt. Ist in einer Anlage zum Beschluss
der Stadtverordnetenversammlung vom 26. Juni 2025 noch ein Vegetationskonzept (u.a. Neuanpflanzung klimaresilienter Bäume) enthalten,
wird im Bescheid des BBSR explizit darauf hingewiesen, dass „lediglich noch die Maßnahmen zur Umsetzung des Brauchwassermanagements
weiterverfolgt werden“.
Änderungen auf Antrag der Stadt vom 17. Februar 2026
Dies basiert auf einem Antrag der Stadt vom 17. Februar 2026. Darin wurde beantragt, die „Klimaresiliente Anpassung der Vegetation
(z.B. Schaffung biodiverser Flächen wie Blühwiesen, Pflanzung klimaresilienter Bäume mit Rigolen, Reaktivierung des historischen
Klostergartens durch Pflanzung von Hecken und Sträuchern)“ zu streichen. Die Schaffung von Schattenplätzen wurde ebenso aus dem Förderantrag
entfernt.
Im gleichen Bescheid wird auch ein Ausgaben- und Finanzierungsplan bis zum 25. Mai 2026 dieses Jahres eingefordert. Vorgestellt wurde
dieser Plan bis heute nicht. Zumal laut Bescheid 494.445 Euro gesperrt bleiben.
Brauchwasser aus dem Kurbad über verschlungene Wege
Als Hauptbestandteil bleibt das sogenannte Brauchwassermanagement übrig: Also Wasser aus dem Kurbad über verschlungene Wege bis an
den Ellasprudel zu bringen, um es dann in einer offenen Rinne für 150 Meter in der vorderen Hauptstraße fließen zu lassen. In Zeiten
einer wie in diesem Sommer alljährlich wiederkehrenden Trinkwasserknappheit wird dies zu einem gewagten und teurem Unterfangen. Auch, weil
die Zukunft des Kurbades vollkommen ungewiss ist. Am Ende droht das Szenario, Wasser über den Rhein-Main Verbund zu beziehen, nur um
eine Attraktion für ein paar Meter in Hauptstraße Königsteins vorzuhalten.
„Herzstück der Transformation“ wird Filteranlage am Ellasprudel
Im Gegensatz zum ursprünglichen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird der Ellasprudel zum „Herzstück der Transformation“,
so dargestellt in einem Schreiben der Stadt vom 17. Februar 2026 ans BBSR. Kernpunkt wird eine Filteranlage sein. In einer Baufachlichen
Stellungnahme der Oberfinanzdirektion Frankfurt wird unter anderem die Frage gestellt, „ob die vorgesehenen Filterkomponenten das
notwendige Maß überschreiten und hier gegebenenfalls Kosten eingespart werden könnten.“
Kosten bis heute unbekannt und nicht abgedeckt
Was das alles kosten soll, ist bis heute unbekannt und auch nicht durch den aktuellen Haushalt abgedeckt.
Dies erinnert doch sehr an die Art und Weise des Baus des neuen Kindergartens am Hardtberg.
Wie bekannt, sind hier die Kosten vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Aus den ursprünglich geplanten 5 Millionen Euro sind mittlerweile
16 Millionen Euro geworden. Ähnliches ist für die Stadtmitte zu befürchten.
Die ALK hat diese Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Anlage abgelehnt
Zu Recht hat die ALK hat die Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Anlage immer abgelehnt, wie die aktuelle Entwicklung der Baumaßnahme zeigt.
Nicht nur wegen einer unnötigen Tiefgarage, sondern auch unter Verweis auf § 92 der Hessischen Gemeindeordnung, „Die Haushaltswirtschaft ist
sparsam und wirtschaftlich zu führen“.