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Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein ist eine unabhängige Wählergemeinschaft. Sie zog 1981 erstmals in die Königsteiner Stadtverordnetenversammlung ein. Seither ist sie die zweitstärkste Fraktion. Ihre Wahlergebnisse lagen bei den vergangenen sechs Kommunalwahlen zwischen 20 und 33,2 Prozent. Die ALK ist 1980 aus mehreren Bürgerinitiativen hervorgegangen. Dazu gehörten Gegner einer Bebauung des Naherholungsgebietes Bangert, Kritiker der Kurbad-Farbgebung, die Bürgerinitiative Umweltschutz (die sich auch gegen den Bau einer autobahnähnlichen neuen B8 nahe Königstein / Schneidhain einsetzte) sowie Initiativen, die sich für mehr Radwege, für Kinderspielplätze und für einen pfleglichen Umgang mit dem Stadtbild engagierten. Diese schlossen sich zu einer unabhängigen Wählergruppe zusammen, um ihre Ziele und Anliegen auch im Stadtparlament und in den Ortsbeiräten zu Gehör zu bringen. Dabei blieb es häufig auch, da die ALK - insbesondere in den Anfangszeiten - von den anderen Fraktionen als ungeliebter Eindringling angesehen wurde, der die so harmonisch wirkende inoffizielle Große Koalition von CDU, SPD und FDP störte. Ein weiterer Effekt war, dass die ALK die absolute CDU-Mehrheit in Königstein brach. Die ALK...
Mehr als 30 Jahre ALK Die ALK feierte im Jahr 2005 ihr 25-jähriges Bestehen. Ein erstaunlicher Zeitraum für eine Gruppierung, der viele wegen ihrer Heterogenität die Auflösung innerhalb kürzester Zeit vorausgesagt hatten. Am 12. Dezember 1980 wurde die ALK offiziell gegründet. Es war im Nebenzimmer der damals noch bestehenden Gaststätte "Zum grünen Baum" in der Fußgängerzone.
An die Öffentlichkeit trat die neue Wählergemeinschaft mit einer Aufsehen erregenden Informationsveranstaltung am 22.1.1981 im Katholischen Gemeindezentrum. In dem internen Protokoll vom 5. Januar stand: "Dr. Kollmann wird die Veranstaltungsleitung übernehmen. Es sind Kurzreferate vorgesehen: Dr. Loch - Entwicklung der Kurstadt Königstein. Dr. Grimm - Der Bau der Taunus-Autobahn B 8 und die damit verbundene Lärmbelästigung. R. Rohr - Baupolitik in Königstein". Am 27. Januar 1981 folgte dann in einer Mitgliederversammlung die Aufstellung der ALK-Kandidatenlisten. Mit 22 Prozent landete die ALK bei der Wahl am 22. März 1981 eine faustdicke Überraschung. Statt der erwarteten zwei oder drei ALK-Kandidaten zogen gleich acht (in folgender Reihenfolge) ins Stadtparlament ein: Christof Loch, Robert Rohr, Katharina Fertsch-Röver, Richard Grimm (wurde dann in den Magistrat gewählt), Christoph Köhl, Friedrich Kollmann, Berthold Malter, Renate Gleisner und Eva Groth. Das ALK-Wahlergebnis schlug bundesweit Wellen. "Der Spiegel" schrieb Ende März 1981: "In der traditionellen CDU-Hochburg Königstein im Taunus, wo viele hessische Millionäre wohnen, brach eine 'Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein' (ALK) tief ins bürgerliche Lager ein. Linke Jugendliche und betuchte Hausbesitzer machten gemeinsam Front gegen den Plan des Hessischen Straßenbauamtes, das für den vierspurigen Ausbau einer Bundesstraße eine breite Trasse in noch unversehrte Taunus-Täler legen will. Die Wähler belohnten das ALK-Engagement mit 22 Prozent, die CDU ist ihre angestammte absolute Mehrheit los." Unter dem Motto "Bauen und Bäume" werden die Baupolitik und der Schutz der Umwelt auch weiterhin Schwerpunkte unserer Arbeit bilden. Der Zaunkönig als ALK-Wappentier
Der Zaunkönig bereits seit über 20 Jahren das Wappentier der unabhängigen Wählergemeinschaft ist. Das Emblem der ALK zeigt einen Zaunkönig vor der Königsteiner Burg. Das Motiv wurde 1980 vom seinerzeitigen ALK-Vorsitzenden Dr. Christof Loch geschaffen. Die neugegründete Wählergemeinschaft hatte sich für den sympathischen Winzling als Wappentier entschieden, weil er für eine bedrohte Umwelt steht, deren Schutz die ALK sich auf die Fahnen geschrieben hat. Außerdem sollte der kleine Vogel die Position der kleinen Wählergemeinschaft im Konzert der großen Parteien verdeutlichen. Der Naturschutzbund NABU hat den Zaunkönig zum „Vogel des Jahres 2004“ gekürt. Zwar ist der kleine Vogel derzeit nicht im Bestand bedroht, er ist aber auf eine intakte natürliche Umgebung angewiesen. In der NABU-Erklärung heißt es: „Der Zaunkönig ist ein vorwitziges Kerlchen. Er gilt als Symbol für eine natürliche und vielfältige Umgebung. Wenn er sich aus dem Unterholz hervor wagt, meldet er sich lautstark zu Wort“. Der ALK-Stadtverordnete Malter sagte augenzwinkernd, auch beim zu Wort melden gebe es deutliche Parallelen zwischen Zaunkönig und ALK. Nähere Informationen über den Zaunkönig finden sich im unter www.vogel-des-jahres.de. Wer an einem ALK-Aufkleber mit dem Zaunkönig-Motiv interessiert ist, kann sich an den ALK-Vorsitzenden Robert Rohr (Tel + Fax 21863) wenden. (13.10.2003 aktualisiert 24.12.2009) |