ALK für baldiges Ende der Verkehrsdrehung

Die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein begrüßt die Initiative der FDP, in den städtischen Gremien ein baldiges Ende des Verkehrsversuchs in der Innenstadt zu beschließen. Die Wählergemeinschaft stand diesem Versuch von Anfang an kritisch gegenüber und sieht sich nun in ihrer Auffassung bestätigt:

Planzeichnung der Stadt zum Verkehrsversuch Stadtmitte vom 25.04.2022 - 05.09.2022

Die Verkehrsdrehung bringt keinen Mehrwert für die Innenstadt, die Gewerbetreibenden verzeichnen Umsatzrückgänge und auch die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger an den Infoständen der ALK auf dem Wochenmarkt fielen zum größten Teil negativ aus. So sei unter anderem die Verkehrssituation unübersichtlicher und gefährlicher geworden. Wägt man die positiven Effekte und die Nachteile gegeneinander ab, dann heißt das Fazit, so Sabine Fischer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: "Dieser Versuch war nicht erfolgreich." Außerdem steht für Fischer fest: "Die Innenstadtplanung muss weiter optimiert werden."

Innenstadtverkehr beruhigen

Ein Ende des Versuchs müsse nicht heißen, dass insbesondere der Pkw-Individualverkehr wieder munter durch das Karree um die Konrad-Adenauer-Anlage brausen könne. Die ALK, so Fischer, sieht durchaus Möglichkeiten, den Bereich zwischen dem kleinen Parkplatz an der Georg-Pingler-Straße und der Ausfahrt aus dem großen Parkplatz für den Individualverkehr zu sperren. Die Autos könnten über die Parkplätze geleitet werden, was automatisch dazu führen würde, dass nur Parkplatzsuchende diesen Weg auf sich nehmen. Auch die Ein- und Ausstiege für die Busse könnten kreativ an einem Ort gelöst werden, sodass die Anlage nicht zu einer von Bussen umzingelten Durchgangsfläche verkomme.

Ausgaben kontrollieren

Mit einer Mehrheit für den FDP-Antrag, für dessen Unterstützung die ALK auch bei den anderen politischen Akteuren werben wird, müssten die baulichen Veränderungen insbesondere an der Georg-Pingler-Straße wieder in den alten Zustand rückgeführt werden. Die Wählergemeinschaft geht davon aus, dass dieser Rückbau in den Kosten von 170.000 €, die von der Verwaltung genannt wurden, enthalten ist. Sonst sei schwerlich zu glauben, dass die Verkehrsdrehung wirklich als Versuchsphase geplant war und man nicht schon Fakten für eine Dauerlösung schaffen wollte, konstatiert Fischer.

(17.08.2022)

Nachtrag vom 22.9.2022: Ende der Verkehrsdrehung beschlossen
Mit 16 Stimmen von ALK und FDP gegen 14 Stimmen hat die Stadtverordnetenver­sammlung diesem FDP-Antrag zugestimmt: Der Magistrat wird beauftragt, die Testphase Umkehrung der Busfahrtrichtung zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu beenden (Fahrplanwechsel). Innerhalb eines halben Jahres ist eine Neuplanung vorzulegen, die folgende Elemente enthält: Durchfahrtverbot für den Individualverkehr ab jetziger Ausfahrt P2 bis zur jetzigen Ein- und Ausfahrt P1. Alternativen zur Gewährleistung der Barrierefreiheit der Bushalteplätze. Ausreichende Parkplätze.

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