ALK für Erleichterungen beim Freibadbesuch

Mit Freude hat die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein die Ankündi­gung der Öffnung des Freibads ab dem 22.06.2020 aufgenommen. Nicht nur in den sozialen Medien wurden Fragen zum Betrieb des Freibads gestellt, auch die Wählergemeinschaft erhielt etliche Anfragen. Die ALK regt an, die Eintrittskar­ten auch über die Kur- und Stadtinformation buchen zu können und beantragt Preise für Kinderkarten zu unterscheiden.

Das Freibad im Woogtal eröffnet die Saison 2020 am 22. Juni

Um den Hygieneauflagen gerecht zu werden, werden drei Buchungsintervalle zu jeweils drei Stunden eingeführt. Zwischen den Besuchsintervallen bleibt Zeit, um den Sanitärbereich und andere viel genutzte Gegenstände zu desinfizieren.

Kartenverkauf ist nur über das Internet vorgesehen

Dass der Kartenverkauf wie auch in andere Städten, beispielsweise Frankfurt, online erfolgt, ist nachvollziehbar, denn so kann besser gewährleistet werden, dass pro Schwimmschicht höchstens 250 Eintrittskarten ausgegeben werden. Dennoch ist die ALK der Meinung, dass möglicherweise für ältere Menschen sowie Mitbürger, die nicht perfekt Deutsch können, eine Online-Bestellung schwierig sein könnte.

ALK regt Kartenverkauf über die Kur- und Stadtinformation an

Die ALK regt daher an, dass Personen, die keine Möglichkeit haben, Eintrittskarten online zu bestellen, dies über die Kur- und Stadtinformation tun können. Diese verfügt über einen Internet-Zugang und könnte die Tickets daher auch verkaufen. Somit hätten alle begeisterten Wasserfreunde, auch diejenigen, die mit den digitalen Medien nicht vertraut sind, die Möglichkeit, das Freibad zu nutzen.

(16.6.2020)

Nachtrag vom 18.6.2020: ALK-Anregung wegen Online-Hürden wird umgesetzt
Der heutigen Presse ist zu entnehmen, dass auch in der Kur- und Stadtinformation Schwimmbadeintritte online gebucht werden können und dort falls nötig Hilfestellung geleistet werden kann.


ALK beantragt Staffelung der Freibadpreise

Einheitspreis für Kinder und Erwachsene ist Benachteiligung von Familien

Mit ihrem Antrag die Freibadpreise zu staffeln, möchte die Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein vor allem die Familien mit Kindern entlasten. Die drei angebotenen Buchungszeiten zu je drei Stunden sind nach Vorstellung des Magistrat online zu einem Einheitspreis von 3,50 Euro je Zeitintervall buchbar. Aus Sicht der ALK stelle dieser geplante Einheitspreis eine Benachteiligung von Familien dar.

Kinderkarte verteuert, trotz verkürzter Nutzungszeit

Es dürfe nicht sein, dass Kinder für drei Stunden 3,50 Euro zahlen, obwohl die Tageskarte für Kinder im Regelbetrieb 2,50 Euro koste. Erwachsene dagegen zahlen im Regelbetrieb für ihre Tageskarte 5 Euro und erhalten durch die verkürzte Nutzung eine Ermäßigung von 1,50 Euro, so ALK-Stadtverordneter Thomas Goepel. Im Vergleich zum Regelbetrieb seien aufgrund der verkürzten Zeit die Preise bereits teurer. Diese für Kinder jedoch um 1 Euro zu erhöhen, trotz verkürzter Zeit, erscheine ungerecht und gehe auf Lasten der Familien.

Die unabhängige Wählergemeinschaft habe daher beantragt, die Preise zu staffeln, so dass Kinder, Jugendliche, Studenten und Auszubildende für eine Buchungszeit höchstens 2,50 Euro zahlen und Erwachsene je Buchungszeit höchstens 4 Euro.

Schwimmbadbesuch muss preislich angemessen sein

Besonders für Familien mit Kindern sei die Corona-Krise in vielen Bereichen des Lebens eine besondere Herausforderung. Viele Eltern seien verpflichtet gewesen, ihren Jahresurlaub für die Betreuung ihrer Kinder zu nutzen. Da biete ein Schwimmbadbesuch für die Kinder ohne elterliche Begleitung eine erhebliche Entlastung für die Familien.

Das Freibad sei für Kinder und Jugendliche ein wertvolles Alternativangebot. Sport und Bewegung im Kinder- und Jugendbereich seien aus Sicht der stärksten Fraktion zu fördern, daher müsse ein Schwimmbadbesuch preislich angemessen und für Kinder und Jugendliche attraktiv gestaltet sein.

(22.6.2020)

Nachtrag vom 25.6.2020: ALK-Antrag zu Eintrittspreisen zurückgestellt
Obwohl es in anderen Städten so gehandhabt wird und im Kurbad ebenfalls so sein wird, sind in der Diskussion hohe Umstellungs- und Kontrollaufwände gegenüber geringer Entlasung vorgespiegelt worden. Aufgrund der absehbaren Ablehung des Antrags hat die ALK im Haupt- und Finanzausschuss ihren Antrag zurückgestellt,
um zunächst die weitere Entwicklung der Besuche im Freibad zu beobachten.

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