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Klima-Förderbescheid setzt enge Frist

Man habe in der Stadt lange auf den endgültigen Bescheid gewartet, nachdem im März 2024 der vorläufige Förderbescheid für geplante Klimaanpassungen einging, so wird Bürgermeisterin Schenk-Motzko zitiert. Nun sei er endlich unterschrieben, teilte sie in der Königsteiner Woche vom 18.06.2026 mit.

Der bisher beliebteste Teil der Adenauer-Anlage wird zu einem Busbahnhof mit Tiefgarage

Befristung der Fördergelder bis Ende 2027

Der Förderbescheid für die Anpassung des urbanen Raums an den Klimawandel beinhaltet wie erwartet die ungekürzte Bereitstellung von in der Summe 4,99 Millionen Euro. Die Fördergelder können jedoch nur für die bis Ende 2027 abgeschlossenen und vollständig abgerechneten Maßnahmen abgerufen werden. Es bleiben folglich nur eineinhalb Jahre, um förderfähige Maßnahmen abzuschließen.

Die Verwaltung habe richtig erkannt, dass in dieser kurzen Zeit nicht alles umgesetzt und abgeschlossen werden könne, erkennt Ostermann an. Was jedoch der von der Bürgermeisterin angekündigte Vorrang für die Maßnahmen Kurbadwasserzisterne, Wasserspiele und Kurparkumgestaltung für die Umsetzung und Finanzierung der übrigen Umgestaltung der Stadtmitte bedeutet, bleibt offen.

Wahrscheinlich fallen Maßnahmen aus der Förderung

Es wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige vorgesehene Maßnahmen im Umfeld der Konrad-Adenauer-Anlage aus der Förderung herausfallen. Eine stattdessen erhöhte städtische Finanzierung der Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Anlage nach den aktuellen Plänen sei angesichts der mehr als angespannten Haushaltslage der Stadt Königstein nur über eine weitere Verschuldung denkbar. Zurück bliebe ansonsten eine karge Stadtmitte ohne schattenspendende Großbäume mit stark verminderter Aufenthaltsqualität, ohne klimatische Verbesserungen, ohne historischen Ellaspudel aber mit einer Tiefgarage und einem Busbahnhof darauf.

Mindestens 10 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel

Das war nicht das, was sich die meisten Befürworter der Umgestaltung der Innenstadt vorgestellt haben. Schon nach der ursprünglichen Planung müssen von dem über 16 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt mindestens 10 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel beglichen werden, denn die Tiefgarage und der Busbahnhof dienen nicht der Klimaanpassung. Die Zeche werden die Bürger absehbar in Form einer weiteren deftigen Grundsteuererhöhung bezahlen müssen.


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