Im Zuge der Bauarbeiten zur Umgestaltung der Stadtmitte sind schon mindestens zwei historische Relikte unnötigerweise und
unwiederbringlich zerstört worden, beklagt Andreas Colloseus, Stadtverordneter der ALK. Den vom Abriss bedrohten Ellasprudel, der
sinnbildliches Zeugnis für die Kur in Königstein ist, will die ALK retten.
Ellasprudel an der Ecke Frankfurter Straße und Adelheidstraße - Fotografie aus 2010 (privat)
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1886 angelegt und 1919 mit Schmuckplatz umgeben
Die historischen Vereine Königsteins haben dankenswerterweise am Bauzaun gegenüber dem Ellasprudel drei Schaubilder zu seiner
Geschichte angebracht. Darauf ist zu lesen, dass der Ellasprudel 1886 mit Spenden von Bürgern und Sommerresidenzlern an dieser
Stelle angelegt wurde, wo der Höhenbach, der in der Adelheidstraße unterirdisch verlief, wieder zu Tage trat.
Um 1919 wurde „der kleine Schmuckplatz mit dem spritzig-schäumend an die Oberfläche tretenden Wasser im neuen Bewusstsein
Königsteins als Kurort angelegt. Das frisch sprudelnde, natürliche Wasser sollte den Kurgast schon am Ortseingang begrüßen.“
Weiter heißt es: „Die Errichtung unterstützten unter anderem die Baronin von Rothschild und der Bankier Albert Andreae de Neufville.“
Sinnbild für die Kur und von berühmtesten Persönlichkeiten unterstützt
Übrigens ist das auffällige schlossartige Gebäude mit dem fünfspitzigen Turm auf dem Geisberg vis-à-vis der Burg seine 1891
erbaute Villa Andreae. Die Villa Rothschild mit dem Sonnenhofpark ist allgemein bekannt. Der Ellasprudel ist also mit berühmtesten
Persönlichkeiten der Königsteiner Geschichte verbunden.
Das für den Ellasprudel verwendete Baumaterial sind ausgesucht repräsentative Felsbrocken heimischer Gesteine, manche davon mit
weißen Kristallanteilen. Die Form soll an einen Taunusberg erinnern und die kleine Fontaine steht für die Quelle des Wassers für
die Kuranwendungen, das wie in einem Wildbach über das natürliche Gestein sprudelt.
In den letzten Wochen sind in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Anlage schon eine Brunnenwand aus den 1930er Jahren und eine
jahrhundertealte Klostergartenmauer weggebaggert worden. Mit etwas Einfühlungsvermögen hätten diese als attraktive Elemente in
die künftige Gestaltung integriert werden können. Nun soll nach dem Bestreben der ALK wenigstens noch der Ellasprudel an der
Ecke Frankfurter Straße und Adelheidstraße gerettet werden.
Wieder in Betrieb nehmen anstatt abzureißen!
Anstatt, wie auf den ausgestellten städtischen Plänen gezeigt, auch den kurhistorisch bedeutsamen Ellasprudel abzureißen und
durch eine geschichtsvergessene Betonblock-Ansammlung zu ersetzen, sei es angebracht, diesen wieder in Betrieb zu nehmen und sich
an seiner ursprünglichen Schönheit als Denkmal zu erfreuen.
Im Juli zerstörte alte Brunnenmauer in der ehemaligen Konrad-Adenauer-Anlage
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Im August entdeckte und weggebaggerte jahrhundertealte Klostergartenmauer
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